Viel Spaß mit Kindern bei den Wikingern

von 24 Apr 2018Familie

Ida an Bord der TT-Line Fähre – auf in ein neues Abenteuer!

Die Sonne scheint und ich habe während unserer Ferientage in Skåne große Lust auf einen Familienspaß: auf eine spannende Zeitreise für uns vier: Einen Tag lang wollen wir schauen, wie die Wikinger gelebt haben. Was haben die eigentlich so alles gemacht? Mit Schwertern kämpfen sagten meine Männer und wir Mädels lassen uns erst einmal überraschen. Los ging es also in das Freilichtmuseum „Fotevikens Museum“ in Südschweden, nur 15 km entfernt von Trelleborg, das von Mai bis September geöffnet ist.

Blick über das Wikinger Freilichtmuseum.

Morgens um 10 Uhr waren wir tatsächlich nicht die ersten Besucher am Tor in die Wikingerzeit. So schön wie das Museum an der Bucht im Öresund gelegen ist, wunderte mich das auch gar nicht. Mit umgerechnet etwa 25 Euro buchten wir das Familienpaket und die Kinder stürmten als erstes auf die alten Häuser und den beeindruckenden Wachturm zu. Die modernen Häuser mit dem Museum bleiben für uns vorerst links liegen, denn sehr spannend war das lebendige Freilichtmuseum. In die 20 rekonstruierten Häuser aus der Wikingerzeit konnten wir hineingehen. Klein und etwas düster waren sie. Nette Menschen in historischer Wikingerkleidung erklärten uns fröhlich, was sie machten und wie man damals lebte. Hier konnte man einen guten Einblick in die Welt der schwedischen Vorfahren bekommen und den alten Handwerken bei ihrer Arbeit zuschauen: Es wurden Bänder gewebt, verschiedene Tonwaren hergestellt und die Kampftechniken der Nordmänner vorgeführt. Wir waren begeistert und ließen uns alle Einzelheiten von den Darstellern erklären. Sogar das Bogenschießen durften wir testen und mein Mann hatte großes Glück beim Treffen der großen Zielscheibe aus Stroh. Zisch … und schon raste der nächste Pfeil knirschend in den Mittelpunkt der Scheibe. Bravo.

Traditionelles Brotbacken bei den Wikingern.

Meine Männer konnten sich gar nicht losreißen, also folgten Ida und ich dem guten Duft nach frischem Brot. Und tatsächlich: meine Tochter durfte mithelfen beim Brot backen. Später erzählte sie, wie mühsam es war, den Teig zu kneten und diesen mit einem langstieligen Schieber in den Holzofen zu bugsieren. Aber ihre Augen strahlten, als wir dann wieder alle gemeinsam beim Picknick auf einer Wiese auf dem Museumsgelände saßen und sie das frische Brot anschnitt. Dieser Ferientag war einfach perfekt für meine Familie. Jeder fand etwas Interessantes zu sehen, zu erleben und der Tag verging wie im Flug. Die originalgetreuen Vorführungen fand ich sehr realitätsnah. So musste es wohl wirklich bei den Wikingern zugegangen sein. Ich unterhielt mich ziemlich lange mit einer der Darstellerinnen über das Herstellen der Stoffe und Gewänder, sowie die schönen Verzierungen mit dem auffälligen Wikingerschmuck.

Andenken an die Zeit bei den Wikingern.

Zum Schluss bummelten wir noch durch das moderne Museum und den schön gestalteten Shop, in dem sich jeder von uns ein Andenken an unseren Ausflug in die Wikingerzeit aussuchte. Das war ein echt guter Tipp für einen abwechslungsreichen Ausflug in Skåne, der für die ganze Familie geeignet ist, egal wie alt die Kinder sind. Das war eine Aktivität voll Spaß und gleichzeitig hat jeder von uns noch etwas gelernt. So ganz nebenbei.

Petra Pan

Hinterlassen Sie einen Kommentar

siebzehn + achtzehn =