Wie Peter Pan ins Dock einzieht – Teil 1


Hallo zusammen. Hier ist wieder Petra, eure Bloggerin, die euch aus erster Hand von der Urlaubsreise der Peter Pan berichten m√∂chte. Tats√§chlich braucht auch eine F√§hre mal eine Auszeit und ich durfte hautnah dabei sein, als die Funken flogen‚Ķ Aber lieber der Reihe nach. Das Jahr war schon fast zu Ende und ich stand im abenddunklen Trelleborg an Deck und war ganz aufgeregt. Das letzte Passagierfahrzeug hatte die Peter Pan soeben verlassen und ganz andere G√§ste bev√∂lkerten die Decks: jede Menge Handwerker, gro√üe Maschinen und Ger√ľste und auch ein paar Leute mit Kameras und Mikrofonen kamen an Bord. Eine ungew√∂hnliche Stimmung machte sich breit. Kurz danach legte mein geliebter Peter wieder ab und steuerte in eine v√∂llig andere Richtung. Ein paar Stunden sp√§ter liefen wir in den Nord-Ostsee-Kanal ein. Nein, wir hatten uns nicht verfahren. Ein gro√ües Abenteuer stand bevor, das seit einem guten Jahr minuti√∂s vorbereitet worden ist und nun geht es endlich los. Und ich freue mich dabei zu sein, denn die Aufregung steigt: Ist das Verl√§ngerungsst√ľck fertig geworden? Kann der Zeitplan eingehalten werden oder kommt Unvorhersehbares dazwischen?

Eine Ostseef√§hre auf dem Weg zur Nordsee. MS Peter Pan kennt die Strecke zwischen Travem√ľnde und Trelleborg ganz genau. In diesen Gew√§ssern f√ľhlt sie sich wohl. Hier ist sie zuhause. Nun geht die Urlauberf√§hre selbst in die Ferien. Eine Art Wellnessaufenthalt soll es werden und nach ein paar Wochen ist Peter Pan etwa 30 Meter l√§nger und so sch√∂n wie immer.

Auf unserer Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal war dunkle Winternacht. Nur an Bord war es taghell und ich schaute den Handwerkern √ľber die Schultern, wie sie die ganze Nacht vorbereiteten. Als sich das erste Licht des neuen Tages zeigte, hatte Peter Pan bereits Nordseewellen um den Bug¬†und der Wind zerzauste mir geh√∂rig das Haar. Bremerhaven wartete auf meinen Liebling und begr√ľ√üte uns alle mit dem Empfang in die Kaiserschleuse. Ein Schlepper half beim Bugsieren und das Wasser str√∂mte in die Schleusenkammer.

Majest√§tisch glitt das gro√üe wei√üe Schiff in den Hafenbereich und auf das Trockendock zu. Upps, war der Kanal hier schmal. Passte meine Lieblingsf√§hre hier √ľberhaupt hinein? Ich sah, dass an der Kaikante Mengen an Ger√ľsten, Stahltr√§ger in poppigem Rosa und jede Menge Material-Container lagerten. Der Gabelstapler schwebte sofort nach dem Festmachen per Kran aufs Deck. Die Wellness-Kur konnte beginnen.


Am n√§chsten Morgen hatte die MS Peter Pan dann trockene F√ľ√üe beziehungsweise trockene Schraubenbl√§tter. Ihr glaubt gar nicht wie gro√ü diese Rotoren sind, die das Schiff antreiben. Nun schwebten sie in der Luft und wir ¬†erwarteten den spr√ľhenden Funkenflug der Scheidemaschinen.

Jetzt wurde es hei√ü. Eine Markierung zeichnete die Schnittmarken an. Er verlief im Zick-Zack und war¬†mehrere Meter lang. Viele M√§nner trennten Schicht um Schicht auseinander. Stabilisierten, schnitten, stabilisierten, schnitten und so weiter. Ihr glaubt ja nicht wie viele Kabel, Rohre, Holz und W√§nde da aus dem Wege ger√§umt wurden. Dabei konnte ich nicht anders als unweigerlich an meine Renovierungsarbeiten am Haus zu denken. Hier waren die Dimensionen nur vielfach gr√∂√üer mit viel, viel mehr Kabeln. Als endlich alles zerschnitten war, zogen sich dann die beiden Teile des Schiffes ganz langsam auseinander und der beliebten Figur fehlte pl√∂tzlich die Hand‚Ķ Aber das ist nur vor√ľbergehend. Lieber Peter Pan, warte noch ein wenig, dann wirst du wieder zusammengesetzt und kannst bald Trelleborg und Travem√ľnde wieder anlaufen.


Fortsetzung folgt…

Petra Pan

1 Kommentar

  • Hans J√ľrgen sagt:

    Wir haben schon einige sehr schöne Fahrten mit der Peter Pan mitgemacht .
    Nun freuen wir uns auf ein noch größeres Schiff .

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