On Tour in Malmö mit Reisebloggern – Champagnerlaune und Sommerstimmung

Westhafen und Turning Torso in Malmö, fotografiert von W. Nystrand.

Neulich durfte ich mir eine kleine Flucht in die Sonne gönnen. In Deutschland Weltuntergangswetter: Temperatursturz, Hagelgewitter, Hochwasser … und ich: ab in den SĂŒden! In Richtung Meer, zu relaxten Menschen, bunten StraßencafĂ©s und inspirierender KĂŒche. Wer hier an Italien, Griechenland oder SĂŒdfrankreich denkt, liegt falsch. Ich spreche vom SĂŒden Schwedens
. Lest selbst, was ich und eine Gruppe von Journalisten und Bloggern auf Entdeckungstour durch Malmö und die herrlichen KĂŒstenlandschaften SkĂ„nes erlebt haben.

Eine perfekte kleine Kreuzfahrt mit TT-Line

Los gehtÂŽs! Wir gleiten auf der Nils Holgersson, einer der Premium-FĂ€hren von TT-Line, majestĂ€tisch die Trave hinaus, vorbei an der bunt erleuchteten Promenade von TravemĂŒnde, bevor uns die Ostsee mit einer atemberaubenden Aussicht begrĂŒĂŸt.  Meine Blogger-Kollegen und ich fĂŒhlen uns direkt wie auf einer Kreuzfahrt. BegrĂŒĂŸt werden wir mit Sekt, dann gehtÂŽs zum „Captain’s Dinner“. Von unserem Tisch haben wir einen traumhaften Blick auf das Wasser und in den Abendhimmel.

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In der Panorama Bar gewinnt ein TT-Line-Mitarbeiter schon vor der Ankunft in Trelleborg direkt unsere Herzen fĂŒr die relaxte Lebensart der Schweden. Augenzwinkernd berichtet er, die Ostsee sei auf der ganzen Strecke, die wir fahren, nur wenige Meter tief: „Wenn irgendwas passiert, setzt der KapitĂ€n das Schiff einfach auf die nĂ€chstbeste Sandbank. Da warten wir dann bei Champagner auf unsere Rettung.“  Nicht die schlechtesten Aussichten
 Die Besichtigung von Sauna- und Wellnessbereich tut ihr Übriges. Wir erleben Entspannung auf ganz besondere maritime Weise, genießen die Annehmlichkeiten an Bord − wĂ€hrend draußen gerade Fehmarn an uns vorbeizieht.

Als der nette TT-Line-Kollege uns am Ende noch das „Hinterland“ des Schiffes zeigt, die beneidenswert blitzsaubere, imposante KĂŒche und das beeindruckende Lebensmittellager – also all die Bereiche, die fĂŒr Normalsterbliche tabu sind – ist klar, welche Dimensionen an Logistik die TT-Line-Crew bereithalten  muss, um die mehr als 700 Passagiere an Bord so zu verwöhnen und professionell zu versorgen.

Bevor wir uns dann spĂ€t in unsere extra großen Außenkabinen zurĂŒckziehen, werden noch einmal die Blogs mit den Highlights des Tages bestĂŒckt. Ariane, GrĂŒnderin des erfolgreichsten deutschen Reiseblogs „Reisedepeschen“, postet gleich mal die Sandbank-Champagner-Geschichte auf ihrem Instagram-Kanal. Elke vom „Meerblog“, frisch gekĂŒrte „Beste Reisebloggerin 2017“, kommentiert postwendend in Champagnerlaune. Und Sabine vom sehr coolen Berliner Blog „Looping Magazin“ springt vor VergnĂŒgen mit Kollegin Eva-Maria ĂŒbers Außendeck, was sie auch prompt als Video-Loop ins Netz stellt. Was fĂŒr ein wunderbarer Auftakt unserer Reise! Und Malmö kommt ja erst noch!

Blog-Bloggerreise-Malmoe-old-new-by-Werner-Nystrand_905x500Die Stadt der Kontraste, fotografiert von W. Nystrand.

GegensÀtze ziehen sich an

Selbst wenn man sich hier auskennt wie ich, hĂ€lt Malmö immer noch jede Menge Überraschungen bereit. Eine lĂ€uft uns gleich am nĂ€chsten Tag ĂŒber den Weg: Wir besuchen den neuen schicken Stadtteil Bo01 im Schatten des Malmöer Wahrzeichens „ Turning Torso“ von Stararchitekt Santiago Calatrava. Überall junge, ultra-moderne Wohnarchitektur. Plötzlich begegnen uns drei Ă€ltere Damen in weißen BademĂ€nteln. Was machen die in Frottee gehĂŒllten Ladys hier zwischen all dem tollen Design? Sie kommen vom Morgenbad im Meer (Wassertemperatur: 10 Grad) und spazieren zurĂŒck zu ihrem Seniorenheim, das selbstverstĂ€ndlich (!) mitten im coolen Trendsetter-Stadtteil liegt. Hinter den drei Damen klettert eine neonbunte Truppe von Triathleten an Land und verschwindet kurz darauf im Marathon-Tempo zwischen den HĂ€userzeilen.  Vielfalt, davon sind die Schweden ĂŒberzeugt, bedeutet LebensqualitĂ€t fĂŒr alle. Reich und arm, jung und alt sollen nicht getrennt werden, sondern sich mischen! Funktioniert blendend, finden wir. Das bleibt mein Sinnbild fĂŒr Malmö: GegensĂ€tze harmonieren wunderbar!

Blog-Bloggerreise-Malmoe-Radeln-by-Werner-Nystrand_905x500Fahrradstadt Malmö, fotografiert von W. Nystrand.

Anders als zuhause: entspannt auf zwei RĂ€dern die Stadt erkunden

Unsere Reisegruppe bewegt sich nur noch per Rad vorwĂ€rts, so wie gefĂŒhlt jeder in Malmö. Und plötzlich ist es weg! Das GefĂŒhl, Tourist zu sein. Am Tag bei unseren Touren durch Parks und ĂŒber die PlĂ€tze der Innenstadt. Oder nachts bei Fahrten am Strand, der nur ein paar Minuten von der City entfernt liegt und mit seiner bunten LĂ€ssigkeit auf uns wirkt wie Venice Beach auf Schwedisch. Mit Basketball- und Rugby-Feldern, Familien, Sixpack-Schönheiten und Hipstern – aber auch mit traditionellem Kaltbadehaus weit draußen am Ende der SeebrĂŒcke, wo man mit Blick auf die ÖresundbrĂŒcke eine herrliche Fika, die schwedische Kaffeepause, genießen kann. GebĂ€ck dazu ist Pflicht! Und wer es einsamer mag und einen krĂ€ftigen Schlag romantischer, spaziert zur Spitze der mit fast 600 Metern lĂ€ngsten SeebrĂŒcke Schwedens in BjĂ€rred ein paar Kilometer nördlich von Malmö: super Panorama, super Essen.

Blog-Bloggerreise-Malmoe_Zimtschnecken_905x500Meine Mitreisenden Sabine, Ariane, Eva-Maria, Rasso und Ines Bianca (v.l.) beim Zimtschnecken-Tasting, fotografiert von W. Dreher.

Kulinarische GenĂŒsse

Überhaupt, ich muss noch kurz ĂŒber schwedische GenĂŒsse sprechen: Eva-Maria, die junge Journalistin aus SĂŒddeutschland, antwortet auf die Frage nach ihren Lieblingstieren: „Zimtschnecken“. Die besten hat sie auf unserem Ausflug nach Lund gefunden, in der St.Jakobs SteinofenbĂ€ckerei. Wir probieren  und vergleichen mit den Kardamom-Schnecken aus demselben Haus. Eine split decision, 4:3 fĂŒr Kardamom. Aber beide sensationell lecker!

Einstimmig dagegen das Urteil ĂŒber Grilljanne, das neue Szene-Restaurant mit atemberaubendem Blick ĂŒber den Hafen in Malmö − volle Punktzahl von allen. FĂŒr die asiatisch angehauchten Grillgerichte. FĂŒr den sensationellen DJ auf der Roof-top-Terrasse. FĂŒr die Partystimmung.

Und weil man die neue schwedische KĂŒche gar nicht genug loben kann, noch ein Tipp: Johan P., das fĂŒr uns beste Seafood-Restaurant Malmös. Stilistisch eine lockere Kombination aus Bistro-AtmosphĂ€re und klassisch weißen Tischdecken – vielfĂ€ltiger Genuss von Hering bis Hummer, Kalix-Kaviar bis Kimchi-Hollandaise.

Ganz schnell eines noch: Das fĂŒr mich schönste und romantischste CafĂ© liegt in der ehemaligen GĂ€rtnerei des Malmöer Schlosses. Man sitzt in den alten GewĂ€chshĂ€usern oder bei Sonne draußen unter BĂ€umen – umgeben von dem Duft und der Farbenpracht des Blumenmeers im  Schlosspark

Blog-Bloggerreise-Malmoe_Slottsradgardens-Cafe_905x500Das SlottsrÀdgÄrdens Café, fotografiert von W. Dreher.

Nach drei erlebnis- und genussreichen Tagen kehren wir zurĂŒck nach TravemĂŒnde, ausgeruht und vom schwedisch inspirierten FrĂŒhstĂŒck an Bord gestĂ€rkt, topfit fĂŒr die Heimreise. Als wir uns an der FĂ€hre verabschieden, ist sich die Truppe (wieder mal) in einem GefĂŒhl einig: Malmö, wir vermissen Dich jetzt schon! RĂŒckkehr fest versprochen!

Petra Pan

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