Auf den Spuren von Mankells Vermächtnis

von 23 Aug 2016Kultur
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Meine Tochter und ich haben ein sehr inniges, offenes Verhältnis zueinander, wir verstehen uns blind – gerade wenn es um das zauberhafte Schweden geht, unser liebstes Reiseland. Während der Urlaubsplanung sorgte meine Tochter dennoch für eine kleine Überraschung: sie machte den Vorschlag, doch mal auf einer kleinen Insel zu schlafen. Mit einem kleinen Häuschen und einem Boot. Warum nicht in einer kunterbunten Villa mit Äffchen und Pferd, fragte ich mich gleich, doch es sollte eine einsame Insel sein. Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich gesagt meine Tochter hat Henning Mankell und nicht Astrid Lindgren gelesen, denn der 2015 verstorbene schwedische Starautor, vor allem bekannt durch seinen Kommissar Wallander aus Ystad, beschäftigt sich in seinem letzten Roman „Die schwedischen Gummistiefel“ mit genau solchen schwierigen Themen. Einsamkeit und Melancholie. Menschliche Nähe und Entsagung davon. Mit den Abgründen der Seele.

mankell_905x500Dass meine Tochter dabei nicht so weit gedacht hat, ist mir klar – aber Schweden hat neben seiner faszinierenden Natur, den vielfältigen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten gerade kulturell noch so viel mehr zu bieten! Warum sich also nicht auf die Spuren von Mankells letzter großer Romanfigur begeben?
Fredrik Welin ist Chirurg, der sich nach einem Kunstfehler auf eine einsame Insel im berühmten Stockholmer Schärengarten zurückgezogen hat. Während sich die Handlung mehr und mehr entfaltet, beschreibt Mankell die Region auf sehr authentische und detaillierte Art und Weise – dennoch erfahren wir nie den Namen der Insel, auf der Fredrik Welin lebt. Welins Postbote, gleichzeitig sein bester und einziger Freund, lebt auf der Insel Stångskär. Das Inselchen liegt am östlichen Rand des Schärengartens, auf Höhe von Stockholm. Insgesamt bilden ungefähr 30.000 kleine und große Inseln den Stockholmer Schärengarten. Welche mag wohl die von Fredrik Welin sein? Für eine Expedition braucht man ein Basislager, am besten mit Festlandanbindung. Nur eine Autostunde von Stockholm entfernt ist die Region Värmdö, der ideale Einstieg in den Schärengarten. Hier findet man idyllisch gelegene Ferienhäuser, z.B. bei NOVASOL. Auch auf den Schären selbst gibt es zahlreiche Unterbringungsmöglichkeiten, vom Campingplatz bis zum gehobenen Hotel ist alles dabei. Mit schnellen „RIB boats“ erreicht man selbst die entferntesten Schären im Handumdrehen – oder man nutzt die öffentlichen Wasserverkehrsmittel, die regelmäßig zwischen hunderten Schären verkehren.
In “Die schwedischen Gummistiefel” fährt Fredrik Welin mit dem Boot zum Einkaufen in ein kleines Hafenstädtchen mit einem verlassenen Café am Rande der Hafenanlage. Gedankenverloren nippt er an seinem Kaffee, isst ein Mazarin-Törtchen – und trifft zum ersten mal die Journalistin Lisa Modin, in die er sich sofort verliebt. Ein Hauch von Romantik kommt auf – Wie gerne würde ich selbst einmal in diesem namenlosen Café sitzen, ein Törtchen essen und die Gedanken Fredrik Welins nachempfinden. Vielleicht findet ihr es ja? Sagt mir unbedingt Bescheid!

Den Ausflug in den Schärengarten habe ich meiner Tochter bereits versprochen. Sie bekommt ihre einsame Insel und vielleicht erzähle ich ihr von Fredrik Welin, gehe mit ihr gemeinsam auf Spurensuche – mal sehen. Spannend wird es allemal.

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Ob ihr als Familie die wunderbare Region erkunden wollt, oder eine eigene Expedition auf den Spuren Mankells starten möchtet – der Stockholmer Schärengarten bietet in jedem Fall unbegrenzte Möglichkeiten.

Wart ihr schon einmal im Stockholmer Schärengarten?

Habt ihr Tipps für Inselforscher und Mankell-Fans?

Erzählt uns in der Kommentarspalte von euren Erfahrungen!

P.S.:
Mankells letzter großer Roman “Die schwedischen Gummistiefel” ist am 22. August 2016 erschienen. Wenn ihr ein Exemplar gewinnen wollt, dann schaut doch mal beim Gewinnspiel auf der
Facebook-Seite von TT-Line vorbei!

Petra Pan

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